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Last Update Donnerstag, 12. Oktober 2017

Rennbericht Pannoniaring

 

Pannoniaring Lauf 1 und 2 (BoxerCup Österreich)

Seit 2004 war ich auf keiner Rennstrecke mehr unterwegs. Daher waren die ersten Trainingssitzungen sehr hart für mich. „Klar einmal Racer immer Racer“. Obschon ich mich in den letzten Monaten konditionell sehr gut vorbereitet hatte, erwachten die Reflexe und das Gefühl fürs schnelle Fahren erst nach und nach. Den Pannoniaring kannte ich bis dato nur von 5 Runden, bei 0 ° aus 2004. Mit der neuen R1200S fuhr ich vor Pannonia, keinen einzigen Rennkilometer.

Lauf 1:

Von Platz zwei aus startend, bog ich als Dritter hinter Klaus Walz und Bernd Rathgeb in die erste Kurve ein. Das ganze Rennen über wollte ich an Bernd Rathgeb vorbei, was mir jedoch erst in Runde 6 von 8 gelang. Ab Runde 5 merkte ich, dass Klaus Walz langsamer wurde. In Runde 6 in Kurve 10 ging ich an Bernd Rathgeb vorbei, nun konnte ich endlich alleine fahren und die Jagd auf Klaus Walz beginnen. Der Abstand verringerte sich sekündlich, leider reichte die Zeit nicht mehr aus und Klaus Walz gewann mit einem minimalen Vorsprung das Rennen. Fazit; das Rennen hat mir sehr viel Spaß bereitet.

Lauf 2:

Im zweiten Rennen wurde die Startaufstellung nach Zieleinlauf des ersten Rennens gewertet. Was für mich keinen Nachteil bedeutete, durchaus aber für einige andere Fahrer. Der Start war wieder mehr als bescheiden, ich kam nur als Dritter aus der ersten Kurve, bereits in Kurve 4 schnappte ich mir diesmal Bernd Rathgeb. Klaus Walz ging einen enormen Speed, ich konnte ihm folgen, jedoch reichte es in der Anfangsphase des Rennens nicht zum Konter. Wie bereits im ersten Lauf wurde Klaus Walz nach wenigen Runden langsamer. Meine Taktik war, so dicht und so lange wie möglich an seinem Hinterrad kleben zu bleiben, um ihn dann in der Schlussphase des Rennens zu attackieren. Auf der Zielgeraden hatte ich gegen die unglaubliche Power der BMW R1200S von Klaus Walz keine Chance. In Runde 4 von 10, war ich unmittelbar hinter Klaus Walz, als uns zwei überrundete Fahrer in Kurve 10 im Weg standen. Klaus Walz kollidierte mit einem der Fahrer, ich schlüpfte innen durch. Im glauben Klaus Walz sei mir dicht auf den Fersen, forcierte ich meine Renntempo. Eine Runde später in Kurve 12 sah ich die Maschine von Klaus Walz komplett verschrottet liegen. „Ich dachte mir nur so ein scheiss, ich wollte ihn auf der Strecke besiegen“. Nun war die Luft mehr oder weniger raus. Ich fuhr das Rennen mit einem völlig ausreichenden und immer durch meinen Boxenmann angezeigten Abstand zu Bernd Rathgeb ins Ziel. Klaus Walz blieb bei seinem Crash nahezu unverletzt.

An meine Lieben Veranstalter des BoxerCup Österreich:

Ich finde es echt super, was ihr da auf die Beine stellt. Wir Deutschen und speziell BMW ist nicht in der Lage, einen Nationalen BMW Motorrad Boxer Cup ins Leben zu rufen. Über die Beendigung des Internationalen BMW Motorrad Boxer Cup möchte ich nichts schreiben. Ich bin mir sicher, die Klasse wäre voll besetzt und die Absatzzahlen der BMW R1200S würden steigen. Aber sei’s drum.

Was ich noch loswerden muss und was mich so verärgert hat, dass ich zumindest vorerst nicht mehr bei euch starten werde ist, bei euch gibt es kein richtiges Reglement! Im Speziellen meine ich damit, die Punktevergabe für die Rennen 1 und 2. Das war und ist nicht OK! Es geht bei Fun Rennen um die sprichwörtliche „goldene Ananas“, was nicht heißt, dass kein guter Motorradrennsport geboten wird. Gerade deshalb weil es um nichts geht, sollte es für alle Fahrer ein klares Reglement geben, welches jedem Teilnehmer mit der Nennungsbestätigung zugesandt wird. Reglementsänderungen vor oder nach einem Rennen finde ich sehr bedauerlich.

Mit rennsportlichen Grüssen

Leonhard Eibl